Bolivien Reisen Wanderer beim Lares Trail

Reisebaustein Bergseen und Larestrail

Der 3-tägige Lares Trail ist auch eine Alternative zum klassischen Inka Trail, aber die Wanderung ist leichter und kürzer. Möchten Sie die Anden besser kennen lernen, sind Sie in Form, begegnen Sie gerne Einheimischen und sind Sie ein Naturliebhaber? Dann empfehlen wir Ihnen wärmstens diesen weniger touristisch überlaufenen Trail.

Sie machen das Trekking durch das Lares Tal nordöstlich von Cuzco. Bergmassive, Felsen und klare Bergeseen prägen die Landschaft, Alpakaherden kreuzen Ihren Pfad, vielleicht sehen Sie einen Anden-Ibis oder ein Viscacha, das Andenkaninchen, und Sie begegnen der Bevölkerung des Tales. Das Trekking endet im Dorf Ollantaytambo. Hier nehmen Sie den Zug nach Aguas Calientes, das Dorf am Fuße von Machu Picchu. So können Sie am frühen Morgen mit den Ersten die Inka Ruinen besuchen.

Möchten Sie das Heilige Tal auf eine andere Art erkunden? Dann klicken Sie z. B. auf Der Inka Trail oder auf Sacred Valley Cruising, wenn Sie (nach einem Trekking) noch etwas Zeit in dem Tal um Cuzco verbringen möchten.
Reisedauer 5 Tage/ 4 Nächte
min. 4 Personen, Start täglich Apr.- Nov., außerhalb dieser Periode auf Nachfrage
Übernachtungen 2 Nächte im 2-Personen-Zelt mit Matratze und einfachem Sanitär, 2 Nächte Doppelzimmer inklusive Frühstück.;
Unterkunft
Komfort 1
Reisekosten € 580,- p.P. bei 2 Personen Inklusive Transport per Linienbus und Zug, Campingsachen, Vollpension auf dem Trekking, Begleitung Führer und Träger.
Transport Per Linienbus und Backpacker Zug Ollantaytambo - Aguas Calientes - Cusco (max. 1 Gepäckstück á 5 kg). Abfahrtzeiten der Züge variieren ja nach Verfügbarkeit.
Exklusive Andere Mahlzeiten, Eintritt Machu Picchu (ca. 40 USD)

Tag 1 Cuzco - Lares - Wacawasi

Das Trekking startet frühmorgens in Cuzco. Nach dem Frühstück können Sie an der Hotelrezeption das Gepäck, das Sie in den nächsten Tagen nicht brauchen, wegschließen lassen. Die Reise beginnt am Busbahnhof von Cuzco, wo Sie Ihren Guide treffen. Sie reisen gemeinsam mit dem lokalen Linienbus (kann manchmal ganz schön voll sein) nach Calca. Hier steigen Sie um und fahren zum 3.200 m hoch gelegenen Städtchen Lares, das dem Trail seinen Namen verliehen hat. Der Ort hat ein angenehmes Klima, überall stehen Obstbäume. Wenn Sie am Montag ankommen, sollten Sie unbedingt den Wochenmarkt besuchen. Hier sehen Sie auch die bunten Webearbeiten der Frauen, für die die Gegend bekannt ist.
Machu Picchu Frau mit Kindern in Lares
Wanderer dei einer Pause in Lares aquas calientes
In der Nähe der Thermalbäder steht zunächst das Mittagessen auf dem Programm und danach beginnt das richtige Bergwandern: in circa 4 Stunden wandern Sie zum ersten Camp, Wacawasi. Unterwegs nehmen Sie die wunderschöne Natur in sich auf und gehen entlang verschiedener Seen und Wasserfälle. Mit etwas Glück sehen Sie Anden-Ibisse und Alpakas.

Beim Camp angekommen stellen Sie zusammen mit dem Guide die Zelte auf dem Hof einer einheimischen Familie auf. Sie können bei der Zubereitung des Abendessens helfen oder einen ruhigen Ort suchen und die Aussicht genießen während die Sonne untergeht. Abends haben Sie Zeit, Erfahrungen mit Ihren Mitreisenden zu teilen. Die Nächte im Zelt auf dieser Höhe sind kalt, aber mit warmer Kleidung und einem guten Schlafsack lässt es sich aushalten.

Tag 2 Waca Wasi - Epsaycocha

Nach dem Frühstück ziehen Sie die Wanderschuhe wieder an und beginnen den 4-stündigen Aufstieg zum Ipsayccasa Pass auf 4.400 m Höhe. Unterwegs können Sie Viscachas sehen, das sind wildlebende Andenkaninchen. Wenn Sie beim Pass angekommen sind, können Sie an einem schönen Wasserfall und klaren Seen, wo es Andengänse gibt, etwas verschnaufen.

Dann ist es Zeit für die Mittagspause. Gut gestärkt können Sie wieder aufbrechen und weiter wandern zum Camp in Patacancha, auf 3.800 Metern Höhe. Auch hier begegnen Sie Einheimischen und lernen ihre traditionellen Bräuche kennen.
Ein Bergsee  auf den Bolivien Reisen
Wanderer kurz vor dem Abstieg Machu Picchu

Tag 3 Epsaycocha- Patacancha - Pumamarca - Ollantaytambo

Ihre Beine fühlen sich noch etwas schwer an, aber glücklicherweise steht heute ein Abstieg auf dem Programm. Unterwegs gehen Sie an verschiedenen Bergdörfern vorbei. Auch heute picknicken Sie mittags mit  Aussicht auf die Ebenen von Chinchero und Maras, wenn das Wetter gut ist. Sie steigen weiter ab nach Ollantaytambo, einem kleinen Dorf an der Bahnstrecke von Cuzco zu Machu Picchu. Hier endet das Trekking.

Wenn Sie noch genug Zeit haben, können Sie hier die alte Verteidigungsfestung besichtigen. Es ist die einzige Festung der Inkas, von der die Spanier erfolgreich verjagt wurden. Von den riesigen, aus Felsblöcken gebauten Mauern aus wurden sie von Pfeilen durchbohrt. Diese Felsblöcke wiegen teilweise 50 Tonnen und wurden über den Fluss transportiert. Vom Ufer aus mussten sie dann mit Hilfe von Tauen, Stöcken, Pferden, etc. nach oben geschleppt werden. Die riesigen Blöcke liegen immer noch hier, intakt und genau ineinander passend. Es muss ein gigantisches und präzises Unternehmen gewesen sein. Die Nacht verbringen Sie heute in einem warmen Bett statt im Zelt.

Tag 4 Ollantaytambo - Aguas Calientes

Je nachdem, wann Sie den Zug nach Aguas Calientes nehmen, können Sie die Festung nochmals besuchen. Ihre Eintrittskarte ist noch gültig und wenn Sie noch Kraft haben, sollten Sie frühmorgens hingehen. Auf einer Felsterrasse hoch über dem Dorf sehen Sie dann, wie die Sonne aufgeht, während die Hähne krähen und Ollanta langsam erwacht. Im Dorf gibt es eine Handvoll Restaurants, Bars, ein Museum und einen kleinen Markt.

Dann nehmen Sie den Zug nach Aguas Calientes. Nach etwa anderthalb Stunden erreichen Sie dieses kleine Dorf. Hier ist es sehr touristisch, denn jeder, der Machu Picchu besucht, kommt hier vorbei und es wimmelt von Reisenden. Sie gehen zu Ihrem Hotel und den Rest des Tages haben Sie Zeit das Dorf ein wenig zu erkunden. Normalerweise ist ein Marktplatz der Mittelpunkt eines Dorfes, aber hier sind es die Bahnschienen! Dort entlang liegen mindestens fünfzig Restaurants und mittags können Sie sich in der Warmwasserquelle entspannen oder durch die bergige Umgebung zu einem Wasserfall wandern.

Zug nach aguas calientes
Von aguas calientes bis zu den  Ruinen des Machu Picchu

Tag 5 Aguas Calientes - Machu Picchu - Cuzco

Schon ab 05:30 Uhr fahren Busse von Aguas Calientes hinauf zum Eingang von Machu Picchu. Die Fahrt über eine sandige Serpentinenstraße steil nach oben dauert etwa 20 Minuten. Sie können auch zu Fuß gehen, aber dann kommen Sie viel später an. Tagestouristen aus Cuzco kommen erst vormittags an, was Ihnen Zeit gibt, frühmorgens in Ruhe die mystische Atmosphäre zu genießen.

Meistens sieht man am Morgen durch die Schleierwolken nur Teile der Ruinen. Erst wenn die Wolken aufsteigen, können Sie sich ein Bild vom riesigen Umfang der Ausgrabungen machen. Sie besuchen die Ruinen auf eigene Faust ohne im Voraus gebuchte, geführte Tour. Der Entstehungsgrund, die Funktion und der Untergang dieser Inkastadt sind immer noch umstritten und kein Guide kann Ihnen die wahre Geschichte erzählen, was sich genau abgespielt hat, da es viele verschiedene Theorien und leider keine geschriebenen Geschichtsbücher gibt. Sie können einfach selbst zwischen den Ruinen umherlaufen und wenn Sie einen englisch sprechenden Guide haben möchten, können Sie das am Eingang problemlos selbst regeln.
Die Inkas haben Machu Picchu immer vor den Spaniern verborgen gehalten. Letztendlich entdeckte der amerikanische Archäologe Hiram Bingham 1911 die Stadt durch Zufall, völlig überwuchert und verlassen. Wenn Sie durch die Überbleibsel dieser einst lebhaften Stadt schlendern, bekommen Sie einen guten Eindruck des damaligen Lebens. Die Landbauterrassen, Tempel, Häuser und bemerkenswerten Baustrukturen zeigen, wie weit entwickelt die Inkas damals schon waren. Trotzdem gibt es zahlreiche ungelöste Fragen über den Ursprung, die Funktion und den Untergang von Machu Picchu. Wissenschaftler und Archäologen haben auch heute noch verschiedene Theorien über das Inkareich, von denen keine einzige jemals bewiesen wurde.

Schließlich holen Sie Ihr Gepäck wieder beim Eingang ab und nehmen den Zug (Backpacker) zurück nach Cuzco. Abends sind Sie wieder in der Stadt. Da es schon spät ist, wenn Sie in Cuzco ankommen und Sie bestimmt müde sind, organisieren wir auch diese Übernachtung für Sie.
Ein Haus im Machu Picchu


Wir empfehlen Ihnen, das Folgende in Ihrem Rucksack mitzunehmen
(Ihr Hauptgepäck können Sie in Ihrem Hotel in Cuzco lassen):

Wasserflasche und Wasserreinigungstabletten, Anti-Insektenmittel,
Regenponcho,
atmungsaktive Kleidung,
Sonnenschutzcreme, Sonnenhut,

Wanderstock,
Warmer Pullover, am besten Fleece,
Warmer Schlafsack,
Gute Wanderschuhe,
Warme, winddichte Jacke,
Toilettenpapier,

Kleine Snacks,
Bargeld, (peruanische Soles),
Extra Kleidung in einer Plastiktüte,
Fernglas,
Taschenlampe mit extra Batterien

Wanderer beim aufsteigen auf den Boliviene Reisen
Nur noch ein kleiner Aufstieg...


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