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Bolivien Urlaub: Mitbringsel für die Minenarbeiter

Silbersuche im reichen Berg

Ausflug zur Silbermine

Die Minenstadt Potosi beansprucht für sich die höchste Stadt der Erde zu sein. Sie liegt auf 4000m Höhe. Sie sollten es also ruhig angehen lassen. Die Stadt ist von Andenbergen umgeben. Der wichtigste Berg ist der Silberberg Cerro Rico, der viele Reisende während einer Boliven Reise anzieht.

Am Morgen nach Ihrer Ankunft organisieren wir einen Ausflug mit Guide zur Mine. Zuerst werden Sie zu Ihrer eigenen Sicherheit mit einer Bergmannsausrüstung versehen. In den engen, dunklen Gängen wird schnell spürbar, wie mühsam das Grubenleben ist. Wieder an der frischen Luft angekommen, lernen Sie schnell ein interessantes Detail kennen. Die Stadt ist kaum touristisch und verfügt über ein uriges historisches Zentrum. In den Straßen mit typisch bolivianischer Stimmung lässt es sich gut aushalten.
Reisedauer 2 Tage/1 Nacht
Start täglich
Übernachtungen Eine Nacht im Doppelzimmer mit Dusche und Toilette;
Unterkunft Komfort 2
Reisekosten € 60,- p.P. bei 2 Personen Inklusive Übernachtung mit Frühstück, Guide, Transfer mit dem Minibus und Eintritt zur Mine
Transport Retourtransfer Hotel - Mine Exklusive Transfer bei Ankuft, Mahlzeiten und Mitbringsel für die Minenarbeiter

Tag 1 Ankunft Potosi

Der Trip beginnt mit Ihrer Busankunft in Potosi, der Stadt der Explosion und des Donners. Meistens kommen Sie aus Sucre oder Uyuni und erreichen die Stadt am Nachmittag.

Die Stadt ist nicht sehr groß, so dass Sie ganz einfach ein Taxi zum Hotel regeln können. Sie befinden sich in einem lebendiger Ort mit historischem Zentrum. Wir haben ein schönes Hotel in der Nähe der kolonialen Bauten, wie dem Casa de la Moneda, ausgesucht. Die hübsch eingerichteten Zimmer verfügen alle über ein eigenes Bad mit Dusche und WC. Vom Fenster aus erblicken Sie den Berg Cerro Rico. Der Nachmittag steht Ihnen zur freien Verfügung. Schreiben Sie eine Email an die Daheimgebliebenen oder machen Sie einen Spaziergang durch die Straßen des Stadtzentrums. Auf den steilen Wegen werden Sie schnell merken, dass Sie es aufgrund der Höhenlage ruhig angehen lassen sollten. Denken Sie am Abend frühzeitig an das Abendessen, da die Restaurants schon zeitig schließen. Die regionale Spezialität Kárapulca, eine gut riechende dicke Maissuppe, ist zu empfehlen. Damit sie lange heiß bleibt, wird sie in vorgewärmten Terracotta-Schüsseln serviert.
Reise Bolivien: Aussicht auf den Cerro Rico
Reise Bolivien: Minenarbeiter im reichen Berg

 

Potosi ist mit seiner Lage in 4100 m Höhe offiziell die höchste Stadt der Welt. Es dreht sich alles um die Cerro Rico Mine, von der viele Einheimische abhängig sind. 1544 entdeckte ein Indianer sie durch Zufall: Er hütete seine Lamas, von denen er zwei vermisste. Nach einer anstrengenden Tagessuche entfachte er am Abend ein Feuer, um sich aus zu ruhen. Die Feuerstelle wurde so heiß, dass der Boden zu schmelzen begann und eine glänzende Flüssigkeit freigab. Der Indianer befand sich auf dem Cerro Rico und hatte entdeckt, dass er voller Silber steckt.

Kurz darauf wurde Potosi gegründet. Seit über vier Jahrhunderten wird Silber aus den Bergen gewonnen. In der Sprache der Quechua bedeutet Potosi Feuer, Explosion oder Donner. Die Stadt steht ganz im Zeichen der Mine, nicht im Zeichen der Touristen: Wenn Sie einen Markt besuchen, brauchen Sie aggressive Verkäufer nicht zu fürchten.

Tag 2 Besuch der Mine und Abreise

Am frühen Morgen des nächsten Tages werden Sie nach dem Frühstück von Ihrem Guide zu einem Ausflug zur Cerro Rico Mine abgeholt. Etwa 10.000 Arbeiter sind hier beschäftigt. Sie besuchen zunächst den Bergarbeitermarkt, auf dem Sie sich umsehen können, ohne in der Pflicht eines Einkaufs zu sein. Neben gewöhnlicher Bergmannsausrüstung wie Helme und Öllampen, werden nämlich purer Alkohol, Cocablätter, Zigaretten und Dynamit angeboten. Doch etwas kaufen? Zumindest die Minenarbeiter sind froh über die Cocablätter (und Dynamit…!). Sie können tatsächlich einen Stab Dynamit kaufen, den Sie allerdings nicht selber entzünden dürfen. Ihr Guide kann das aber für Sie übernehmen. Die Cocablätter sind vielleicht noch wichtiger als das Dynamit. Nur mit ein paar Blättern in der Wange lassen sich die körperlichen Strapazen der Arbeit ertragen. Nach den ersten Informationen wird es Zeit für ein persönliches Minenerlebnis auf dem Cerro Rico. Sie werden mit Jacke, Stiefeln, Helm und Lampe ausgestattet und die Wanderung quer durch den dunklen Berg kann beginnen.
Reise Bolivien: Cerro Rico

 

Der Cerro Rico ist ein Minenkooperativ und damit Eigentum der Bergleute selbst. Die Bedingungen sind allerdings dadurch nicht besser geworden. Die Arbeit findet unter unglaublich primitiven Bedingungen statt. Man wähnt sich fast im Mittelalter. Genau wie damals spielt der Aberglaube eine große Rolle: In der Mine steht eine Figur von El Tío, dem Teufel, der den Einheimischen zufolge der Besitzer aller Mineralien ist. Gegen 12.00 Uhr kehren Sie ins Zentrum von Potosi zurück. Sie können die Minen auch am Sonntag besuchen, allerdings arbeitet dann niemand dort.

Am Nachtmittag reisen Sie direkt mit dem Bus nach Sucre weiter. Die Fahrt dauert etwa drei Stunden. Die Aussicht unterwegs ist wunderbar, die Straßenqualität ist in Ordnung und in den meisten Bussen erklingt fröhliche bolivianische Musik.

Zur Fortsetzung Ihrer Bolivien Reise können Sie auch in die andere Richtung nach Uyuni reisen. Erleben Sie dort eine beeindruckende Tour durch die Salzebenen.

Wenn Sie in Ihrem Programm noch Zeit übrig haben, bietet sich Potosi für eine zusätzliche Nacht an. Geben Sie diesen Wunsch auf dem Anfrageformular an.
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