Reisebericht Peru mit Condor und Lama

Reisebericht Peru - von Lamas, Tee und dem Wandern

Um es vorwegzunehmen: Alles hat völlig reibungslos geklappt, die Betreuung durch die örtlichen Partner war super und der Transport von A nach B mit den durch Sie gebuchten Verkehrsmitteln im Land (Flugzeug, Bus, Bahn) war komfortabel und einfach zu handhaben - und das auch ohne nennenswerte Spanischkenntnisse.

Es reihte sich ein Highlight an das nächste, ich kam aus der Begeisterung gar nicht wieder raus ! Von Lima ging es nach Arequipa, eine wunderschöne, koloniale Stadt mit einer prächtigen Plaza de Armas und dem einmaligen Kloster Santa Catalina. Die Unterkunft war sehr urig und sympathisch, außerdem zentral gelegen.

Ausflug Colca Canyon: Eines der absoluten Highlights ! Man erlebt Peru at its best - Altiplano, Lamas und Vicunyas, Indios, gänsehautträchtige Aussichtspunkte, die sich türmenden Anden, leckerer Coca-Tee, leichter Schwindel auf 4910 m Höhe, beste Betreuung durch prima Guide, bestes Essen, anstrengende Wanderung (die jeden Jappser nach Luft wert ist), Übernachtung in tollem Hotel (am Abend Pisco Sour vor prasselndem Kaminfeuer geniessen !) und am nächsten Morgen dann Condore im Canyon ! Aus nächster Nähe beobachtet man die majestätischen Vögel und es waren so viele !!! In Chivay verblieb genug Zeit für einen Bummel über den bunten Markt, bevor es zurück nach Arequipa geht.

Nächster Stopp geht mein Reisebericht Peru weiter: Puno am Titicaca-See, wer träumt nicht davon, diesen magischen See einmal im Leben zu sehen ? Sooo nettes Hotel in unmittelbarer Nähe der lebhaften Fussgängerzone der niedlichen, kleinen Stadt auf 3800 m Höhe. Es gibt unzählige gute Restaurants in Puno. Ausflug Titicaca mit Besuch der schwimmenden Ried-Inseln Uros und der Indianer-Insel Taquile war ein echtes Erlebnis. Insbesondere die Wanderung auf Taquile lässt einen ganz schön schwitzen, aber die netten Menschen und die tollen Aus-und Ansichten sind jeden Schweißtropfen wert !

Cuzco, die alte Inka-Hauptstadt ist einfach nur toll, toll, toll. Auch hier wieder ein sympathisches Hotel im urigen Viertel San Blas. Ich hatte das Glück, am Sonntag morgen eine große Parade vor der prunkvollen Kathedrale der Stadt zu erleben. Dass Sie mir in Cuzco 2 volle Tage eingeplant haben, war sehr gut ! Es gibt so unendlich viel zu sehen und zu entdecken in dieser interessanten Stadt.

Ausflug ins heilige Urubamba-Tal: Wieder sind es die bildschönen Landschaften, die einem die Sprache verschlagen. Zunächst ! Auf dem quirligen Markt von Pisac, bin ich dem Shopping-Rausch erlegen (shopping in Peru ist eigentlich sowieso ein Extra-Thema, am besten reist man mit einer leeren Reisetasche an; die wunderschönen Souvenirs, die man zu sehr günstigen Preisen fast überall erwerben kann, füllen irgendwie automatisch das Gepäck - ich konnte nirgends widerstehen !). Wir erreichten Ollantataytambo und erklommen die sehr gut erhaltene Inka-Stätte dort. Ich hatte 2 Nächte in dieser Kleinstadt und habe mich nicht eine Sekunde gelangweilt. Hotel ? Sehr nett !

Meine Reise neigte sich dem Ende zu, aber der Höhepunkt stand ja noch bevor ! Machu Picchu !!! Mit dem Zug ging es von Ollanta nach Aguas Calientes, dem Ausgangspunkt für Machu Picchu, jedenfalls dann, wenn man nicht den Inka-Trail wandert. (Ich bin froh, dies nicht gemacht zu haben und bewundere alle, die fit, tapfer und mutig genug sind, es zu wagen !) Das Hotel in Aguas Calientes gefiel mir gar nicht, aber da habe ich für mich eine andere Lösung gefunden. Machu Picchu, keine Stunde nach Ankunft in Aguas Calientes, war ich oben ! WOW !!!!! Das kann man gar nicht beschreiben, das MUSS man gesehen haben ! Stundenlang bin ich umhergewandert und geklettert (puh !), habe die Aussichten genossen, die einem eiskalte Schauer den Rücken runterlaufen lassen, habe Lamas vor Ruinen fotografiert, mich im Schatten antiker Inka-Mauern ausgeruht, bevor ich die nächste steile Treppe in Angriff nahm. Irgendwie habe ich es verpasst, mir einen Guide für Machu Picchu anzuheuern, das sollte man aber definitiv tun ! So habe ich immer bei anderen geführten Gruppen "reingehorcht" und auf diese Weise auch mein Quäntchen an Info erhalten. Und den Rest habe ich halt nachgelesen...

Das Ende der Reise


Zurück in Aguas Calientes begoss ich diese traumhafte Reise wieder mit dem Nationalgetränk Pisco Sour und bedauerte schon, nicht noch wenigstens eine weitere Woche in diesem grandiosen Land verbringen zu können !

Nach einer letzten, viel zu kurzen Nacht, ging es zurück nach Europa. (Wo´s das 1. Mal "hakte", KLM hatte das Flugzeug nicht klar). Auch die internationalen Flüge hatte ich über Sie gebucht. Tja, und da denkt man dann, dass im angeblich ja ach, so chaotischen Südamerika gar nichts funktioniert oder nur mit Jahrhundert-Verspätungen. Schief gewickelt ! In Peru bin ich - egal, ob mit Bus, Bahn oder Flugzeug immer superpünktlich losgekommen, ALLES hat funktioniert - reibungslos. Ich habe unterwegs mehrere andere Gäste von Ihnen getroffen und alle - ausnahmslos - waren begeistert.

Übrigens: Ich habe kein einziges spuckendes Lama erlebt.

Nochmals herzlichen Dank für eine unvergessliche Reise !

Sabine H. 2009

Flohmarkt beim Reisebericht Peru


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